Ferien in Polen, Oktober 2007

         ein schönes Haus in Boruja-Wies / Raum Tuchorza im Gebiet westliche Seen wieder direkt am See, diesmal machte auch das Angeln Spaß.
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Dieser Urlaub war als Angel-Urlaub geplant. Wir fuhren am Samstag los und kamen auch an. Zwei Familien, zwei Autos, ein Hund, div. Meerschweinchen, einige Fahrräder und div. Angelköder.

Die Hauseigentümer haben uns freundlich empfangen, uns in die Eigenheiten des Hauses eingewiesen und uns eine schöne Woche gewünscht. Mit der Frage nach einer Angelerlaubnis konnten usere Gastgeber nicht viel anfangen, Gäste angeln bei uns frei.


 Nun war er also da, der Urlaub. Noch schnell die Autos ausräumen, die Zimmer aufteilen und See gucken. Auf dem See waren Angler zu sehen, es muss also Fische geben. Wir, die Wurmbader, träumten schon wieder von den Großen und versuchten zu ergründen, was soll hier gefangen werden? Eine Kontaktaufnahme mit den Einheimischen war notwendig. Sehr freundlich wurde erzählt, dass es alle Fische gibt, besonders erwehnt wurde der Karpfen. Zu sehen war erst einmal nicht womit die Einheimischen angeln. Es wurde nur regelmäßig angefüttert. Mit dem Fernglas konnte man auch sehen wie sie Fische kescherten, aber nicht welche.
 


Geangelt wurde zu jeder Tages- und Nachtzeit. Also los, als Angelplatz suchten wir uns einen Steg aus, denn wir hatten gesehen das auch die Einheimische die Stege ziemlich besetzt halten. Also: was sollte jetzt noch schief gehen? Mais nichts, Wurm nichts, Teig nichts, toter Köderfisch nichts, Fetzen nichts, Blinker nichts, Gummifisch nichts, auf Made beißen Rotfedern und Barsche, 8 – 12 cm. Wurmbader bleiben Wurmbader.
So verstrichen die ersten Tage, Katzenfisch satt.
           

Nun nachdem das Wochenende vorbei war veränderte sich der Altersdurchschnitt bei den Anglern. Die „Alten“ kamen! Langsam aber zielsicher stiegen sie aus ihren Autos oder von ihren  Fahrrädern, packten ihre drei Sachen aus und waren schon im Boot. Mit wenigen kräftigen Ruderschlägen bewegten sie sich ungefähr 10m vom Ufer weg, warfen dort ihre Steinanker und das Angeln ging los. Nun war unsere Stunde gekommen. In unmittelbarer Nähe so zusagen live dabei sein wenn die Erfahrenen der Fischwaid nachgehen. Haste gedacht! Nichts war! Nur Katzenfisch, mit einer ziemlich einfachen Stippe auf Teig zur einen Seite des Boots zur anderen Seite von uns schwer einsehbar mit ein bis zwei vielleicht auch mehr Ruten und dem Katzenfisch als Anstecker. So verging der Montag bei uns so wie bei den Alten.

 

 Am nächsten Tag war erstmal Familientag. Wir entschlossen uns zur Erkundung des See nahen Raums, mit Waldspaziergang und so, der Hund fühlte sich recht wohl, die Frauen und Kinder wohl auch, natürlich behielten wir Wurmbader den See im Blickfeld. Es waren immer Angler da, auf dem See und auf den teilweise abenteuerlichen Stegen. Also drängte die Zeit, denn es wurde ja schon früh dunkel und dann recht kalt und es mussten noch Anstecker her für den nächsten Tag.
Es waren nicht viele die wir uns noch holten, aber wir waren zufrieden. Wir stellten einen etwas größeren Eimer neben dem Schuppen auf und füllten ihn je zur Hälfte mit Leitungswasser und Seewasser. Dann machten wir ihn noch katzensicher, denn Katzen gab es viele. Die Kinder fanden die Katzen schau und haben sich mit einigen angefreundet und die Katzen mit den angebotenen Leckerein. Am nächsten Morgen war es dann so wie es sein sollte, der Eimer war geplündert und die drei letzten Fische schwammen tot im Eimer.

 
 
Also ging die Angelei an diesem Mittwoch sehr bescheiden los, wir besetzten unseren Steg und versuchten unser Glück.So gegen 9:30h kamen die Alten, fuhren mit ihren Booten ein paar Meter vom Ufer weg und holten sich Ihren Anteil. Anstecker fingen sie viel mehr als sie brauchten und dann war es soweit. Erst holte der eine Alte einen Hecht und dann der andere. Und nach dem sie das eine Weile so gemacht hatten war Mittagszeit und die Alten hörten auf mit der Angelei. Wir machten weiter und dann irgendwann, sahen wir ihn. Den „Hecht“, den „Fisch“ bei meinem Kumpel an der Angel für einen kurzen Augenblick, den Katzenfisch nahm er mit. Nun waren wir heiß, jetzt musste es passieren, wann sonst? An diesem Tag nicht mehr.

 

 

 

Donnerstag, für uns waren einfach die Anstecker ein Problem. Wir bekamen sie nicht an die Angel, man hat sie gesehen und förmlich gerochen aber nicht bekommen. Um dem ganzen nun die Krone auf zu setzen drängelte sich ein Einheimischer mit seiner Angel an meinen Angelplatz, entschuldigte sich zwar mehrmals für die Störung und sagte das er gleich wieder weg ist. Na klar, man hält die Angel 5 min ins Wasser und gut ist, es waren 10 min und ca.30 Rotfedern, er wünschte uns noch einen schönen Tag und ging zu seinem Boot. Auch diese Bootsfahrt dauerte nicht lange vielleicht 90 min, mein Kumpel war nun neugierig und was muss er sehen, Hecht satt in dem Boot. Hat der Pole etwa eine Hechtschnur im Einsatz? Keine Ahnung!

Wir schauten uns nur noch an, zu blöd zum angeln! Da war sie weg die Pose von meinem Kumpel. Jetzt bloß nichts falsch machen. Ein Hecht fein und sein! Nun bloß schnell vom Steg runter sonst liegt er bei unserem Talent gleich wieder im Wasser. Am Ufer saß eine Katze die alles genau sah. Aber wir waren uns sicher, der Hecht ist mit fast 70 cm für die Katze zu groß. Aber die Katze war hungrig und hatte viele Mäuler zustopfen. Und ob man es glaubt oder nicht, die Katze nahm den Fisch quer ins Maul, rannte los und wäre da kein Zaun gewesen durch den sie durch wollte und nicht konnte, dann hätte uns auch diese polnische Katze gezeigt wie es geht. Die Alten in ihren Booten hielten sich die Bäuche. An diesem Abend gab es noch ein oder zwei Hechte und zum Abendbrot auch. Ein toller Tag.

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Zu Hause im Ferienhaus haben sich die Kinder nun sehr mit ihren Katzenkindern angefreundet und ein Machtwort musste gesprochen werden.

Der letzte Angeltag verlief so wie man es von einem Angelurlaub erwartet, noch einige Hechte und schön war es.

Die Katzenkinder heißen heute Sternchen und Süße und haben in Berlin-Brandenburg ihr neues zu Hause.

 

                                                                 RP